Roboter-Installation

Roboter aus Pappe in einem dunklen Raum

Ein Platz an der Sonne

Die Roboter-Installation „Ein Platz an der Sonne“ ist eine Arbeit, die sich an der Grenze von Installation und Performance einordnen lässt und tiefe Wurzeln im Figurentheater aufweist. Sie lädt die Zuschauenden ein, in der Interaktion mit den kleinen Maschinenwesen, das eigene Streben nach Glück und dem sprichwörtlichen „Platz an der Sonne“ zu reflektieren.

Roboter auf dem Weg ins Licht

In einem abgedunkelten Raum sind fünf bis sieben etwa schuhkartongroße, individuell gestaltete Papp-Roboter unterwegs. Mit Hilfe mehrerer Sensoren orientieren sie sich im Raum und streben nach einem möglichst hellen Plätzchen unter einer künstlichen Scheinwerfersonne. Konflikte ergeben sich, wo die kleinen Maschinenwesen aufeinander treffen: Sie rangeln miteinander, schubsen sich gegenseitig, stellen einander in den Schatten und verwirren einander die Sensoren. Die Frage: „Kann es für alle einen Platz an der Sonne geben?“ wird aufgeworfen. Haben einige Roboter schließlich einen Platz im Licht erobert, bleiben sie träge als kleine Gruppe der Glücklichen stehen; eine Gruppe von Etablierten, die es fortan an allen anderen schwer macht, ihrerseits ins Licht vorzudringen.
Zwei kleine Maschinenwesen aus Pappe aus der Installation "Ein Platz an der Sonne"

Interaktivität

Die Zuschauenden sind in der Installation eingeladen, mit den kleinen Roboterwesen zu interagieren und sich selber als aktive Akteure im Streben anderer nach Glück zu erleben. Ausgestattet mit ultrahellen Taschenlampen können sie in das Geschehen eingreifen; ihrem Lieblingsroboter den Weg vorbei an seinen Kontrahenten leuchten oder einen anderen Roboter aus dem Licht der künstlichen Scheinwerfersonne heraus in die Schattenwüste locken.

Einige Besucher der Roboter-Installation interagieren mit den kleinen Wesen aus Pappe.

Showings der Roboter-Installation

Die Roboter-Installation „Ein Platz an der Sonne“ ist 2018 entstanden. Bei der ersten Ausgabe des Alte Bürger Festivals in Bremerhaven hat sie ihre Premiere gefeiert. Danach war sie beim Medienkunstfestival lab30 in Augsburg zu sehen und 2019 während der BoBiennale im Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst in Bochum.

Kleine Roboter aus Pappe aus der Installation "Ein Platz an der Sonne"

Technische und räumliche Anforderungen

Um die Installation zeigen zu können, müssen von räumlicher und technischer Seite her nur wenige Kriterien erfüllt sein. Die wichtigsten Punkte habe ich hier kurz zusammengestellt:

Verdunklung

Wichtig ist, dass der Raum, in dem die Roboter sich bewegen, möglichst vollständig abgedunkelt werden kann. Denn damit die Sensoren der Roboter nur auf die Lichtquellen der Installation reagieren, ist es wichtig, andere Lichtquellen zu eliminieren. Das gilt insbesondere für diffus einfallendes Tageslicht bzw. Streulicht. Die Raumabdunklung kann z.B. mit Hilfe von Molton-Vorhängen geschehen. Alternativ können auch Scheiben mit schwarzer Folie, Papier oder auch Müllsäcken beklebt werden.

Bodenbelag

Damit die Roboter auf dem Untergrund mit ihren kleinen Beinchen gut vorankommen, ist ein ebenmäßiger Boden wichtig. Das heißt, die Fläche, wo die Installation aufgebaut werden soll, darf keine Stufen oder Schwellen aufweisen. Größere Rillen oder Fugen zwischen Fliesen können dazu führen, dass die Roboter dort hängenbleiben. Kleine, flache Fugen stellen hingegen kein Problem dar. Als Bodenfläche ebenfalls sehr gut geeignet ist Bühnenboden oder ein einfacher Betonboden z.B. in einem Keller.

Lichtequipment

Für ein Showing der Roboter-Installation ist von Veranstalterseite her keine Lichttechnik zur Verfügung zu stellen. Das für die Installation benötigte Lichtequipment bringe ich mit.

Making-Of

Einblicke in die Entstehung der Roboter-Installation

Das Bild zeigt frisch gelaserte Bauteile aus MDF, die zur Herstellung der Roboter aus der Installation "Ein Platz an der Sonne" benutzt werden.

In Kürze folgen hier weitere Einblicke in das Making-Of der Roboter-Installation.